KZ-Gedenkstätte Dachau

KZ-Gedenkstätte Dachau

Im Oktober besuchten die 10. Klassen der Hauptschule Dorfen die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau.
Dieses Konzentrationslager wurde am 22.03.1933 als erstes Arbeitslager von den Nationalsozialisten errichtet. Dachau sollte als Arbeitslager und Straflager dienen, im Unterschied zu den Vernichtungslagern wie z. B. Auschwitz.
Dennoch verloren 31 591 Häftlinge von der Errichtung des Lagers im März 1933 bis zur Befreiung am 29. April 1945 darin ihr Leben.
Sie starben meist durch Mord, Folter, Hunger und Krankheiten (z. B. Typhus, Tuberkulose) und zahlreiche Opfer setzten ihrem menschenunwürdigen Dasein im Lager selbst ein Ende.
In den zwölf Jahren der NS-Zeit waren 201 938 Insassen von den Lagerbeamten offiziell registriert worden. Als erstes gingen wir zum Jourhaus, in dem die SS-Wachposten des ehemaligen Haupteingangs untergebracht waren.


Danach besichtigten wir zuerst den Appellplatz, auf dem die Häftlinge bei jedem Wetter morgens und abends gezählt wurden. Falls ein Gefangener zu fliehen versucht hatte, mussten die anderen Häftlinge zur Strafe mindestens einen Tag und eine Nacht auf dem Appellplatz stehen.

 

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In Anschluss daran gingen wir zum Krematoriumsgebäude, in dem sich die Desinfektionskammern, die Gaskammer, die als „Brausebad" getarnt war, und mehrere Verbrennungsöfen befinden. Aus unbekannten Gründen wurde die Gaskammer nicht in Betrieb genommen.  

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  Anschließend gelangten wir zu den Baracken, in denen die zahlreichen Häftlinge untergebracht gewesen waren.
Für je 208 Personen waren die Baracken ursprünglich erbaut, aber bald waren sie mit bis zu 1600 Menschen überfüllt. Dadurch ergab sich eine Enge, die wir uns kaum vorstellen konnten. In den Holzstockbetten mussten die Gefangenen dicht gedrängt schlafen. In den Baracken herrschte eine mit grausamen Methoden durchgesetzte Ordnung.
Von den 30 Baracken stehen heute nur noch zwei Gebäude. Die restlichen sind nur noch im Grundriss zu erkennen.  




An diesen Barackengrundmauern vorbei geht man auf moderne Bauwerke zu.
Die verschiedenen Glaubensgemeinschaften haben auf dem Gelände der Gedenkstätte am Ende der Lagerstraße eigene Gebetsstätten errichtet.

 

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Auf dem Haupttor ist noch immer der verlogene Spruch „Arbeit macht frei" zu lesen.
Schräg gegenüber vom Tor besichtigten wir den Bunker, in dem die Häftlinge verhängten Einzelarrest (auch im Stehen und im Dunkeln) bei Wasser und Brot verbüßen mussten  

Die grausamste Erinnerung, die uns aus der Ausstellung am meisten im Gedächtnis blieb, waren die medizinischen Experimente, der Prügelbock und das Baumhängen.
Wir fanden es auch erschreckend, wie viele Nebenlager es zu allen Konzentrationslagern gab.
Zahlreiche Orte in Südbayern besaßen Außenlager des Konzentrationslagers Dachau.


Alice Schorb, 10am

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